Die Geschichte der "Donnerbüchsen"

Die Austauschbauarten

Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts ging der Trend im Eisenbahnfahrzeugbau zur immer größeren Normung, mit dem Ziel, möglichst viele Wagenteile innerhalb der verschiedenen Bauarten freizügig tauschen zu können. Die in diesem Zeitraum entstandenen Bauarten werden deshalb auch als Austauschbauarten bezeichnet. Im Bereich der "Donnerbüchsen" war die erste Bauart dieses Kriteriums der Typ Di-27 (Cid-27), dieser war ein optisch unveränderter Weiterbau des Di-26 (Cid-26) im Austauschbau. Noch während der Auslieferung dieser 440 Wagen umfassenden Serie wurde, wie bereits erwähnt, die 4. Wagenklasse abgeschafft, so daß 39 Wagen noch während der Fertigung eine Inneneinrichtung der 3. Klasse bekamen und als Ciu-27/28 ausgeliefert wurden. Die restlichen 401 Wagen wurden mit der Gattungsbezeichnung Cid-27 in Dienst gestellt.

Ab 1928 wurden auch vermehrt Wagen der höheren Klassen geliefert, bis dahin überwogen die 4.-Klasse-Wagen. Die Bauarten BCi-28 und Ci-28 sowie die optisch gleichen, etwas später gelieferten Wagen BCi-29 sowie Ci-29 und Ci-30 weisen einige markante äußere Änderungen gegenüber den Vorgängerbauarten auf, so z.B. die Plattformdachstützen, die jetzt ohne Ausschnitt ausgeführt wurden, sowie die eckigen Fenster (bis dahin waren die oberen Fensterecken stets abgerundet gewesen). Außerdem war die Seitenwandverkleidung mit größeren Blechen ausgeführt, so daß weniger Stöße vorhanden waren, was auch weniger Deckleisten erforderte. Somit wirkten die Wagen glatter und moderner. Dies trifft auch auf die 2.-Klasse-Wagen Bi-29 sowie die Packwagen der Serien Pwi-28/29/30/31 zu. Die Packwagen bekamen im Gegensatz zu den Serien 23 und 27 zurückgesetzte Einstiegstüren in Türnischen, statt des angeschrägten Wagenendes. Unterschiede in den Packwagen-Serien 28 bis 31 sind vor allem die verschiedenen Dachhöhen, die bei den Serien 28 und 29 etwas höher lag, was eine niedrigere Kanzel zur Folge hatte. Die Serien 30 und 31 hatten ein niedrigeres Dach (flachere Dachkurve), so daß die Fenster in den Stirnwänden der Dachkanzeln größer ausfallen konnten. Die Ladefläche betrug bei den Pwi-28 wie bei den Vorgängerbauarten 23,5m², bei den Pwi-29 bis 31 23,4m².

Geliefert wurden folgende Stückzahlen: BCi-28: 449 Wagen, Ci-28: 1744, CDi-28: 40, Bi-29: 1692, BCi-29: 500, Ci-29: 450, Ci-30: 194, Pwi-28: 90, Pwi-29: 320, Pwi-30: 150 und Pwi-31: 30 Wagen.

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